# HISTORISCHES


Der Scherberg blickt auf eine städtebauliche und industrielle Entwicklung zurück, die besonders von der Gründerzeit und dem naheliegenden Bahnhof geprägt war. Anbei sind einige ausgewählte Fakten und historische Ansichten zusammen getragen, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeiten. Sollten Sie im Besitz von weiteren interessanten historischen Materialien sein, würden wir gern mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns über jede Art der Unterstützung bei der Aufarbeitung unserer Stadtgeschichte.


○ Der Stadtteil Scherberg ab 1858 - ausgewählte Etappen u. Ereignisse


• 1858
 Glauchau erhält Anschluss an den Eisenbahnverkehr.  Der Bahnhof lag außerhalb der Stadt auf dem noch unbebauten Scherberg. Die Verkehrsführung aus der Innenstadt erfolgte über die Lange Vorstadt, dem Leipziger Platz und der Bahnhofstraße als einzige gepflasterte Straße zum Bahnhof.

• 1896 Einweihung des Städtischen Schlachthofes, Beginn der Bebauung der Schlachthofstraße, es entsteht in diesem Gebiet ein neues Wohn- und Geschäftsviertel. Neue Verkehrsführungen aus Mittel- und Oberstadt entwickeln sich. Stadtplan Glauchau 1892

• 1909 Erstes Elektrizitäts-Werk in Glauchau auf dem Scherberg, Nähe Schlachthof.

• 1913 Beginn von Bauarbeiten zur kompletten Umgestaltung des Bahnhofes mit tiefen Einschnitten auf der Stadtseite sowie Aufschüttungen auf der Nordseite, Unterbrechung mit Beginn des 1. Weltkrieges. 

• 1916 Inbetriebnahme des neuen Bahnbetriebswerkes oberhalb der Scheermühle.

• 1922 Errichtung der Parkanlage vor dem Bahnhof.

• 1923 Bau der Scherbergbrücke sowie Erschließung eines neues Wohn- und Industriegebietes. Es entsteht eine neue durchgehende Verkehrsachse aus der Innenstadt über die Scherbergbrücke zum Bahnhof, Fortführung der Arbeiten am neuen Bahnhof.

• 1926 Eröffnung des Hotelneubaues „Glauchauer Hof“. Stadtplan Glauchau 1926

• 1926 Eröffnung des neuen Glauchauer Bahnhofes.

• 1926 In der Scherbergstraße (heute Otto-Schimmel-Straße) entstanden die ersten Wohnhäuser der Glauchauer Handwerker-Baugenossenschaft sowie neue Fabrikgebäude der Textilindustrie am gegenüberliegenden Scherbergplatz-Scherbergstraße (heute "Palla"). Um die damalige Wohnungsnot zu lindern, wurde auch auf dem weiteren Scherbergareal begonnen, neue Wohngebäude in dem zu dieser Zeit modernen Siedlungsbaustil zu errichten.

• 1928 Einweihung des Feuerwehrhauses in der Schlachthofstraße.

• 1936/1937 Einweihung von neuen repräsentativen Geschäftsgebäuden am Scherbergplatz und Gerhart-Hauptmann-Weg: Verwaltungsgebäudes der Überlandwerke und Finanzamt.

• 1940 Die Bebauung und Struktur des Scherberggebietes war bereits weitgehend abgeschlossen. In den folgenden Jahren wurden nur punktuell weitere Neubauten errichtet.


von Oben links nach Unten rechts:  Alter Bahnhof nach 1858 | neuer Bahnhof nach 1926 | Seyfertpark nach 1922 | Seyfertpark mit Blick zum Bahnhof | Hotel "Glauchauer Hof" nach 1926 | Weberei "Bößneck & Meyer" | Ernst Bößneck Anzeige 1 | Bößneck Anzeige 2 | Scherbergstr. um ... | Anzeige Weinhandlung | Bezirkskommando Schlachthofstr. |  Brunnen am Bahnhof | Restaurant Fortuna | Feuerwehrhaus | Scherbergbrücke | Scherbergplatz mit ehemaligen Kiosk


○ Die Schlachthofstraße - vergleichende Ansichten

Zeichnung aus der Bauakte von 1896 mit der Häuserzeile Nr. 2 bis 12 im Vergleich zu der heutigen Bebauung:

Die Schnittstelle der Bebauung von vor 1900 und später ist auch heute noch durch die unterschiedlichen Architekturstile gut erkennbar.


          


Quartiersmanager Peter Dittmann

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